Willi Buesing - Expressive realistische Malerei

Figurative Kunst voller Poesie, Mythologie, Phantasie, Magie und Inspiration

Expressive realistische Malerei ist kein Anachronismus. Es ist zeitgemäße Malerei. So wie ich selbst ein Künstler meiner Zeit bin. Der Expressive Realismus beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Zeit oder auf eine verschollene und vergessene Künstlergeneration. Vielmehr umschreibt die expressive realistische Malerei in etwa meinen Kunststil. Ich male expressiv, ausdrucksstark in Farbe und Form. Und ich male realistisch, weil meine Bilder gut das abbilden, was und wie ich etwas sehe. Damit bildet es gewissermaßen den Rahmen meines Schaffens ab.

 

Aus meiner Sicht nimmt die expressive realistische Malerei innerhalb der zeitgenössischen Kunst eine Sonderstellung ein. Im Gegensatz zu den Kunststilen der Moderne erhebt sie nicht den Anspruch, alles neu erfinden zu müssen. Der Expressive Realismus führt aus der Sackgasse der abstrakten Malerei und einer Konzeptkunst heraus, die weder Konzepte noch künstlerische Fertigkeiten erfordert.

 

Es gibt zahlreiche Künstler, Kunststile, Malweisen und Techniken, die mir den Weg zu meiner eigenen Malerei geebnet haben. Die Geschichte der Malerei ist ein großer Schatz. Es käme einer Missachtung meiner Vorbilder gleich, würde ich diese nicht für mich selbst nutzen.

 

Mit der expressiven realistischen Malerei verbinde ich eine  

 

Harlekin mit Drachen
"Harlekin", Acryl auf Leinwand, 60 cm x 80 cm, 2017

offene Bildsprache. Mit meiner Malerei will ich Hinweise für einen Austausch von Wissen, Erfahrungen, Erkenntnissen, Empfindungen, Vorstellungen und Meinungen geben. Mit ausdrucksstarken Formen und Farben will ich einen emotionalen Zugang schaffen.

 

Meine Malerei will nicht Selbstzweck sein, sondern Impulsgeber. Sie will Gegebenes infrage stellen, festgefahrene Strukturen aufbrechen und zum Umdenken oder Überdenken anregen. Statt zu belehren will ich mich selbst zum Ausgangspunkt jener Fragen machen, die ich mir stelle und denen ich beim Malen auf den Grund zu kommen versuche. Meine Werke hinterlassen Spuren meiner emotionalen wie geistigen Reisen. Diese Spuren können auch Irrwege aufzeigen, die nicht ein zweites Mal begangen werden brauchen.

 

Die Bilder geben den Betrachtenden Raum für Entdeckungen. Darin offenbaren sich mitunter Elemente, die ungewollt oder unbewusst auf den Malgrund gelangt sind. Denn meine Werke sind niemals perfekt. Nicht alles ist geplant und vom klaren Denken durchdrungen. Meine Kunst ist so wenig perfekt wie ich es bin. Ich hörte auf zu malen, wenn es anders wäre. Darum freue ich mich über Rückmeldungen, die mir neue Einsichten über mich selbst geben. Sie stellen eine unverzichtbare Bereicherung dar und geben mir Hinweise und Anregungen für meine Malerei. 

Willi Büsing malt am Landschaftsbild "Aus dem Schatten heraus" in seinem Atelier "Corazón Verde" (das grüne Herz", das er mit seiner Ehefrau und Künstlerkollegin, Jennifer Jennsel, teilt.
Willi Büsing malt am Landschaftsbild "Aus dem Schatten heraus"

Die Bildserie "Tanz des Lebens - rot gelb blau" beinhalten 8 Einzelbilder in den Farben Rot, Gelb, Blau, Orange, Grün, Violett, "Schwarz" (dunkel), Weiß
Bildserie "Tanz des Lebens - rot gelb blau", Acryl auf Leinwand, Einzelbild: 80 cm x 100 cm, 2016

 

 

 

 

 

 

Alle Werke dieser expressiven realistischen  Bildserie sind 2016 entstanden.

Das Konzept für die Bildserie war, Leben in Form eines Tanzes auszudrücken und mich bei den einzelnen Bildern auf eine Farbe zu beschränken. Demzufolge ein lebendiger Farbkreis des Lebens entstanden: in den Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett und wieder Rot, Weiß und farbiges Schwarz .

 

 

 

 

 

Expressiv realistisches Selbstportrait nach einem Foto aus meiner Kindheit. Das Foto zeigt mich, anders als in dem hier von mir gemalten Bild, auf einem Teppich vor einem Radio und darüber befindlichen Fernseher im elterlichen Wohnzimmer sitzend.
Der kleine Harlekin, Acryl auf Leinwand, 80 cm x 100 cm, 2014

Der Einzug der Harlekine

 

Wie haben es der große und der kleine Harlekin auf die erste Seite geschafft? Was haben Harlekine mit Weihnachten zu tun? Der Harlekin ist eine vielschichtige Bühnenfigur mit dämonischen Zügen. Die Legende der "wilden Jagd" der "Herlekin-Leute" stammt aus dem 11. Jahrhundert und bezieht sich auf Odins Herr. Die "wilde Jagd" findet alljährlich zur Weihnachtszeit bzw. den "Rauhnächten" statt. Ursprünglich handelte es sich dabei vermutlich um jene zwölf Nächte, die dem Mondkalender entsprechend zwischen der Wintersonnenwende und dem Neujahr lagen. In diesen "außerhalb der Zeit" liegenden Tagen und Nächten war es ratsam Zuhause zu bleiben. Denn wer will schon dem wilden Herr Odins (Herr des Königs=Har-Le_kin) begegnen?