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Auf ein Neues

Aepfel, Pflaumen, Kastanien, Kuerbis, Blätter und Birne
Stillleben, Acryl auf Baumwolle, 40 cm x 30 cm, 2019

Das junge neue Jahr ist ein guter Anlass, Altes zu überdenken, zu korrigieren und gegebenenfalls zu erneuern. Das ist im besten Sinne mit einer Krise vergleichbar. Denn eine Krise kann zur Überwindung einer festgefahrenen Situation beitragen. In diesem Sinne will ich nun auch meine Malerei betrachten, um Überkommenes überwunden und neue Impulse setzen zu können.

 

Vornehmlich werde ich die Krise als einen Prozess einleiten, der mich quasi zurück auf Anfang setzt. Ich fange bei Null an und beginne mit grundlegenden Übungen. Zunächst male ich ein Stillleben, um mich der Formen und der Farben zu vergewissern. Dabei stelle ich zweierlei fest. Erstens leitet mich der Wunsch danach, das Gesehene auf den Malgrund zu übertragen. Zweitens widerstrebt es mir, das Gesehene eins zu eins wie eine Fotografie zu übertragen und bemühe ich daher darum, dass das Malerische sichtbar bleibt. Es ist das, was ich als expressives Element meiner Malerei beschreiben würde. Es ist meine Handschrift, mein individueller Ausdruck, den ich mit einer exakten Übertragung des Gesehenen nicht zerstören möchte. Und so zeigt mir die Übung einmal mehr, dass es mir widerstrebt, ein hyperrealistisches Werk erschaffen zu wollen.

 

 

Noch weiß ich nicht, was weiter aus derlei Übungen folgen wird. Doch wahrscheinlich werde ich nicht Prozesse wie etwa die der Kubisten wiederholen und Organisches in geometrische Formen auflösen. Aber ich werde weiter nach der Entwicklung einer eigenen Bildsprache suchen, versuchen, meine Bilder zum sprechen zu bringen. Das ist alles.

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