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Der Weg ist das Ziel

Fisch, Hecht
Bildausschnitt aus "Der Faehrmann", Acryl auf Baumwolle, 80 cm x 60 cm, 2019

 Mein Bild „Der Fährmann“ entwickelt sich. Der Fährmann, der in der Griechischen Mythologie Charon genannt wurde, wurde meist als ein monströses Wesen, halb Mensch und halb Tier, vorgestellt. Dabei stelle ich mir den Fährmann selbst als meinen Begleiter vor, bei jener „Überfahrt“ über die wir absolut nichts wissen.

 

Der Fährmann bereitet mir keine Angst, auch das jenseitige Ufer nicht, das auch ich nicht kenne. Der Übergang bereitet mir dagegen schon ein mulmiges Gefühl, das vielleicht von jener traumatischen Erfahrung herrührt, die mit dem Übergang von unserem Vor-Leben zu unserem Diesseits, sprich der eigenen Geburt verbunden ist. Insofern bildet der Fährmann das Gegenstück zu einer Geburtshelferin.

 

 

Ich glaube sogar, dass er mich, wenn die Zeit gekommen ist, auch ohne Obolus zum jenseitigen Ufer befördern wird. Denn das Jenseits wird im Gegensatz zum gegenwärtigen Diesseits nicht allein den Wohlhabenden vorbehalten sein. Das lässt wiederum daran denken, dass die Wohlhabenden ebenso nackt wie alle anderen Menschen auf die Welt gekommen sind und diese ebenso nackt auch verlassen werden. So gibt es auch keinerlei Grund dafür, den, wie auch immer erworbenen Reichtum mit Anderen zu teilen. Im Gegenteil. Am Ende hätten sie dann umso weniger zu verlieren.

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